Herzlich Willkommen in meiner Welt der Worte!


Viel Vergnügen mit diesem ganz speziellen „Interview“!

Was liest du selbst am liebsten?

Generell lese ich viele verschiedene Genres, wobei ich Bücher bevorzuge, die an interessanten, fernen Orten spielen. Ganz vorn stehen romantische Komödien und die „… in Death“-Serie von J.D. Robb alias Nora Roberts. Irgendwie sind mir die Hauptpersonen ihrer „Eve Dallas-Reihe“ ans Herz gewachsen. Es darf also auch mal ein Krimi sein, und am liebsten lese ich Bücher in englischer Sprache. Auch „Harry Potter“ wurde ebenso verschlungen wie so manche Vampir-Geschichte. Allerdings gibt es auf diesem Gebiet von Autorinnen wie etwa J.R. Ward, Lara Adrian und Sherrilyn Kenyon wesentlich spannendere Storys als die „Twilight-Saga“!

Wie hast du mit dem Schreiben angefangen?

Meine ersten Geschichten habe ich meinen Puppen erzählt. Irgendwann wurde das dann handschriftlich im Schulheft verewigt, bis ich endlich die erste elektrische Schreibmaschine bekam. Meinen ersten Roman durften vor gut 20 Jahren nur meine Mutter und eine Freundin lesen. Er war grottenschlecht, aber wenigstens nicht der Grund dafür, dass die Freundschaft in die Brüche ging… "Ein Saxofon im Handgepäck" ist der erste Roman, den ich veröffentlicht habe. Davor gab es eher diverse "Unvollendete". Man braucht einen Schubs, bis man sich wirklich zutraut, ein ganzes Manuskript von Anfang bis Ende zu schreiben. Aber nachdem es erst einmal geschubst hatte, war das Werk innerhalb von drei Monaten in der Rohfassung fertig. Und damit fing die Arbeit an!

Was reizt dich am Schreiben am meisten?

Es ist eine Sucht, Geschichten und deren Darsteller zu erfinden. Auch wenn ich gar nicht will, spinnt sich mein Hirn diese Geschichten zusammen, die dann aufs Papier drängen. Ich selbst bezeichne mich als "Schreib-Junkie", das trifft es wohl am besten. Aber kein Problem, es gibt schlimmere Süchte! Es macht einfach wahnsinnigen Spaß, Charaktere zu erfinden und zum Leben zu erwecken. Man baut ihnen eine Vergangenheit, eine Gegenwart und ggf. eine Zukunft auf, gibt ihnen Träume, Sehnsüchte und auch den einen oder anderen Tick. Solange  man das Manuskript schreibt, gehören diese Phantasiemenschen zur eigenen Familie, sie sind Freunde, Vertraute oder ärgste Feinde. Man fühlt, leidet und freut sich mit ihnen, lässt ihnen ihre Freiheit und wundert sich immer wieder, dass sie irgendwann ein faszinierendes Eigenleben entwickeln.

Wann schreibst du?

In erster Linie sind die Wochenenden und alle möglichen freien Tage fürs Schreiben reserviert. Da hat das Telefon zu schweigen, wie mittlerweile die ganze Familie weiß. Für spontane Ideen liegen überall in meiner Wohnung Notizblöcke herum. Denn manchmal kommt genau der rettende Einfall nachts um drei. Dann ist es gut, Stift und Papier auf dem Nachttisch in greifbarer Nähe zu haben.

Liest du „anders“, seit du selbst unter die Autoren gegangen bist?

Und ob! Seit ich weiß, wie schwer es ist, einen guten Satz zu Papier zu bringen, sehe ich die Bücher anderer Autoren mit völlig anderen Augen. Man liest einfach nicht mehr so dahin, sondern analysiert automatisch jeden Satz, der einem besonders gefallen oder eben auch nicht gefallen hat. Da kann man viel lernen. Allerdings schlägt man auch des Öfteren die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man sieht, welcher Mist es oft in die sogenannten „Bestsellerlisten“ geschafft hat!

Was inspiriert dich?

Alles! Bücher, Filme, das tägliche Leben. Am Meisten jedoch inspirieren mich meine Reisen, denn das Erleben fremder Kulturen hat seinen ganz besonderen Reiz. Ohne beispielsweise die Begegnung mit den Afrikanern, mit denen ich in Kenia, Tansania und Botswana gezeltet habe, hätte ich niemals so viel über die immer noch lebendigen Traditionen dieser Kulturen erhalten. Auch die Reisen nach Südafrika waren Aufenthalte wie in einer anderen Welt! Wie sehr mich die unterschiedlichen Facetten Kapstadts fasziniert haben, lässt sich in „Ein Saxofon im Handgepäck“ wohl ebenso deutlich erkennen. Hier war es gerade die Zwitterwelt zwischen der Glitzermetropole und den Townships, die eine spannende Kulisse bot. Interessante Landschaften werden immer gern für einen guten Rahmen genutzt. Aber in erster Linie sind es die Menschen, die mich dazu anregen, ihnen eine Geschichte schenken.

Die Idee zu meinem zweiten Roman (dazu später mehr) hatte ich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes, der "Norwegian Pearl", mitten im Panama Kanal. Ich liebe Kreuzfahrten mit Norwegian Cruise Lines, und nachdem die Idee geboren war, haben mir die super-freundlichen Mitarbeiter an Bord auch gleich alle Fragen beantwortet, die sich auftaten. Die Recherche auf diesem und einem weiteren Schiff hat wirklich ganz besonderen Spass gemacht!

Hast du schon einen weiteren Roman in der Schublade?

Wie auf der letzten Seite der Taschenbuch-Ausgabe von „Ein Saxofon im Handgepäck“ und an anderer Stelle in diesem Interview bereits angekündigt, gibt es tatsächlich schon einen neuen Roman, der sich allerdings noch in der Korrekturphase befindet. Er wird den Titel „Die Maske des Magiers“ tragen. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik, aber auch im sommerlich-heißen Las Vegas angesiedelt ist. Man darf gespannt sein, doch bis zur Veröffentlichung ist noch viel Geduld erforderlich!

Wie sehen die nächsten Projekte aus?

Im Hinterkopf brodeln bereits jede Menge Ideen für einen Roman, der im kalifornischen Weingebiet spielen wird. Aber ein gutes Tröpfchen braucht seine Zeit! Dieses Manuskript zeigt gerade erste Triebe, bis zur Lese wird es noch allerdings noch eine geraume Weile reifen müssen.